Sielaff Geschichte
1886
Der Ingenieur Max Sielaff entwickelt eine ganze Reihe innovativer Produkte, unter anderem 1886 den ersten Verkaufsapparat. Nachdem Max Sielaff am 9. Juni 1887 vom Kaiserlichen Patentamt die Patentschrift Nr. 43055 für einen „Selbstthätigen Verkaufsapparat“ erhielt, spezialisierte sich sein Unternehmen mehr und mehr auf die Herstellung von Warenautomaten, Personenwaagen, Kraftmesser und andere Apparaturen. Die Fabrikadresse lautete Zionskirchstr. 29, Berlin Ost.
Der patentierte Verkaufsautomat erfüllte alle Ansprüche, die der Einsatz in der Praxis stellte. Mit ihm konnten unterschiedliche Produkte vertrieben werden, sein Münzprüfer arbeitete zuverlässig. Das war der Beginn für den Erfolg der Automaten in Deutschland und darüber hinaus in Europa und Übersee. („Alte Automaten“ von Calway)
1888
Sielaff entwickelte u. a. zusammen mit den Metallwerken Theodor Bergmann in Gaggenau/Baden im Auftrag des Kölner Schokoladenfabrikanten Ludwig Stollwerck die ersten Süßwaren-Automaten. Anfang der 1890er Jahre betrieb Stollwerck mehr als 10.000 Automaten in Deutschland.
1894
gründete Stollwerck mit Max Sielaff und Bergmann die Deutsche Automatengesellschaft „DAG“, die schon bald internationale Bedeutung erlangte. Mit dem „Patent Sielaff“ gelang erstmals auch die funktionstüchtige Prüfung eingeworfener Münzen auf Echtheit und Vollständigkeit laut Zahlbetrag.
1895
wurden die ersten brauchbaren Flüssigkeitsautomaten von Max Sielaff aufgebaut. In Folge entstand das „Buffet“ und schließlich das „Restaurant“. In allen wurden gastwirtschaftliche Getränke einschließlich Milch, Kakao und Mineralwasser automatisch verabreicht. Den Höhepunkt dieser automatischen Gastronomie bildete das “Automatenrestaurant“ nach dem Konzept von Max Sielaff, in dem neben den Getränken auch kalte und warme Speisen gegen Münzeinwurf zu erhalten waren. Die DAG stellte diese neuen Automatenrestaurants anlässlich der Berliner Gewerbeausstellung von 1896 erstmals der Öffentlichkeit vor. Es wurde zu einer Sensation. In den folgenden Jahren waren die Automatenrestaurants auch auf den Ausstellungen in Leipzig und Brüssel aufgebaut. Sielaff wurde hierfür in Brüssel mit einer goldenen Medaille ausgezeichnet.(„Wenn der Groschen fällt - Deutsches Museum“ von Cornelia Kemp und Ulrike Gierlinger)
1905
Im Berliner Adressbuch von 1905 ist die damalige Palette der Sielaff’schen Maschinenfabrik in Berlin-Moabit, in der Spenerstr. 23 aufgelistet. Das Fabrikgelände reichte bis zur Paulstraße. Es waren zu dieser Zeit schon über 30.000 Warenautomaten und Apparaturen nach dem „Patent Sielaff“ in Betrieb. Dieses Fabrikgebäude wurde von der AEG aufgekauft.
1925
wurde die Produktionsstätte nach Neukölln in die Ziegranstr. 21-31 verlagert. Ein Großfeuer zerstörte die neue schöne, moderne mit vielen Glasfenstern gestaltete Fabrik. Der Wiederaufbau erfolgte auf dem gleichen Gelände, wo auch ein Bahnanschluss und eine Verbindung zum Landwehr-Kanal, heute Schifffahrtskanal, war. Das Familienunternehmen wurde dort nach seinem Tode 1929 fortgeführt.
1933
Im zweiten Weltkrieg wurde die neue Fabrik in der Ziegranstr. und das Wohnhaus völlig zerstört. Die alte Fabrik in der Spenerstr. blieb verschont. Im kalten Krieg wurde sie als Lager vom Roten Kreuz für Betten, Decken, Apotheken, Verbandmaterial, Tragen usw. genutzt. Heute steht auf dem Gelände der Ziegranstr. (neue Fabrik) das bekannte ESTREL Hotel und in der Spenerstr. 23 (alte Fabrik) und 31 (Wohnhaus) ältere und moderne Wohnbauten.
1940
zog die Verwaltung der Maschinenfabrik Sielaff wieder in die Innenstadt. Adress- und Telefonbücher vermerken noch bis 1951 den neuen Firmenstandort: Berlin C, Keibelstr. 11 in der Nähe des Alexanderplatzes.
1948/49
liefen bereits die ersten Vorbereitungen die Firma im fränkischen Herrieden wieder aufleben zu lassen. Insbesondere mit der Reparatur der Stollwerck-Automaten wollte man den Grundstein hierfür legen. Am 15. Oktober 1949 erfolgte dann die offizielle Neugründung der Gesellschaft als GbR in Herrieden durch den damaligen Bürgermeister und stellvertretenden Landrat Fritz Baumgärtner, sowie die Herren Johannes Marohn und Edmund Sielaff – identisch mit dem bis 1943 in Neukölln lebenden Oberingenieur Edmund Sielaff. Edmund Sielaff war der Sohn des sehr früh verstorbenen Bruders von Max Sielaff und lebte bis zu seiner Verlobung in der Familie Max Sielaff. Die ersten Jahre wurde die Firma in der Herriedener Innenstadt betrieben (Hintere Gasse 137, auf dem Gelände von Fritz Baumgärtner). Die drei Gesellschafter teilten die Arbeiten in Entwicklung, Fertigung und kaufmännische Tätigkeiten auf.
1950/51
erfolgte die Entwicklung des Schubladenautomaten R6 bis zur Korea Krise; bereits 1951 wurde die Firma in eine OHG umgewandelt (Gesellschaftervertrag vom 3.2.1951).
1954
Entstehung des ersten Zigarettenautomaten, der den Durchbruch der Firma auf dem Markt erreichte. Ihre Menge wurde bis ins Jahr 2007 hinein auf ca. 400.000 Stück allein in der BRD beziffert.
31.08.1955
trennte sich der Gesellschafter Edmund Sielaff aus privaten Gründen von der Firma und die Herren Baumgärtner und Marohn führten die Firma alleine weiter.
1956 - 1958
Bis dahin wurde auf dem Gelände von Fritz Baumgärtner weitergearbeitet.
Das erste Gebäude auf einer Teilfläche des heutigen Areals entstand und bereits 1957 wurde das Betriebsgrundstück an der Münchener Str. 20 in Herrieden erweitert und 1958 die erste Fabrikhalle errichtet. In dieser Zeit (1956) wurde die S-Reihe entwickelt (Mehrschachtgeräte für Zigaretten).
1960
Die nächsten baulichen Maßnahmen mit einer zweiten Halle sowie einem Verwaltungsgebäude wurden durchgeführt.
1961
wurden Universalautomaten (UNI) mit 5 Wahlen als Wand- oder Standgeräte hergestellt. Ebenfalls entwickelte man 1961 einen Klappenautomaten (K7/K10) mit 7/10 Wahlen, 1 Produkt je Wahl, der bis 1968 gebaut wurde.
1962
Gab es bereits den ersten Flaschenautomaten mit 6 Klappen, damals noch ohne Kühlung (F60).
1963
Optimierung durch den Einbau einer Kühlschrank-Kühlung (FK60)
1966
folgte ein Flaschenautomat mit 10 Klappen (FK 150).
Sielaff erlebte einen großen Aufschwung, sodass die Halle-Nr. 3 gebaut werden konnte, die das Werk um viele Quadratmeter erweiterte.
1967
Am 17.01.1967 verstarb der Gesellschafter Johannes Marohn und als Folge wurde die Gesellschaft in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt (Fritz Baumgärtner als Komplementär / Frieda Marohn als Kommanditistin).
1969
machte der anhaltende Aufschwung schon Halle-Nr. 4 erforderlich, sowie die erste Parkplatzbefestigung.
1966 – 1975
Beginn des Verkaufs erster Heißgetränkeautomaten mit 2 oder 5 Wahlen (HG 2 und HG 5).
1970 – 1980
wurde ein Flaschen-Vollautomat mit 6 Wahlen (FK 260) angeboten.
1973
Am 28.07.1973 verstarb Fritz Baumgärtner
1973 – 1999
Herstellung von Geldwechslern (GW2), die zwei mechanische Schubladen hatten
1974
Die Gesellschaft wechselte die Rechtsform. Die Umwandlung in eine GmbH & Co. KG erfolgte unter Eintritt der Erben.
1975/76
Durch die neuen Geräteentwicklungen wurde es erneut erforderlich das Werk zu erweitern und man entschloss sich zum Kauf eines weiteren Gründstückes. Es wurde eine zusätzliche Werkstatt und ein neues Lager errichtet, gefolgt von der Erweiterung des Verwaltungsgebäudes im Jahre 1976.
1976 – 1983
Realisierung des erster Flaschenrücknahmeautomat FRÜ 200. Gleichzeitig entwickelte man einen Trommelautomaten mit 14 mechanischen Wahlen.
1977
Der Bau von Fabrikhalle-Nr. 5 und die gleichzeitige Hofbefestigung erfolgten. In den darauf folgenden Jahren wurde viel in eine Trafostation, eine neue Elektroverteilung sowie in verschiedenste Produktionsmaschinen investiert.
1980 – 1983
Produktion des FK 264, ein Flaschen-Vollautomat mit 6 Wahlen und des FK 100/200 mit 3/1 bzw. 7 Doppelklappen.
1983
Am 8.7.1983 verstarb Frau Mahron. Die Geschäftsanteile beider wurden durch die übrigen Gesellschafter der Familie Baumgärtner übernommen.
1980 – 1988
fertigten die Mitarbeiter von Sielaff den SI-Zigarettenautomaten, einen Automaten mit herausnehmbaren Geldkanal. Ab 1982 – 1999 folgen die mechanischen Kreditwerke (SMK) sowie weitere Zigarettenautomaten.
1984 – 1989
In diesen Jahren begann man mit der Produktion eines weiteren vollautomatischen Flaschenverkäufers, dem FK 265 mit 2x 3er Schachtpaket. Gleichzeitig wurde der Automat DK 42 mit 3 Klappen für 0,33 l Dosen Coca-Cola in die USA vertrieben.
1985 – 1987
ergänzte der Kaltgetränkeautomat FK 190 E mit 14 Klappen und Münzschaltgerät, von 1985 – 2001 der FK 61M/E (5 Ausgabeklappen) und der FK 190-01, der dann schon 12 Klappen hatte, das Programm.
1986
begann die Entstehung eines völlig neuartigen Zigarettenautomaten mit elektronischer Steuerung (SC). Dieser „voll-elektrische“ Automat für den Außenbereich stellte eine völlig neue Entwicklung dar. Um noch besser für diese Markteinführung aufgestellt zu sein, entstand im Jahr 1987 die Halle-Nr. 6.
1990
folgte Halle Nr. 7
1989 – 2001
Produktion von Kaltgetränkeautomaten, die bereits Einzelschächte und eine eigene Steuerung hatten.
1987 – 1991
Die Gründung deutschlandweiter Niederlassungen in Langenfeld, Berlin, Hamburg und nach der Öffnung der Grenzen, die Gründung der Tochtergesellschaft im sächsischen Oelsnitz (Erzgebirge), wo bis heute die Kühlungen aller Getränkeautomaten gebaut werden, waren ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Expansion.
1991
folgten Süßwarenautomaten mit 15 Wahlen z. B. der SÜ 18, der bis ins Jahr 1997 gebaut wurde. Die Einführung einer neuen EDV-Anlage sowie die Errichtung von Halle Nr. 8.
1992/93
Errichtung einer firmeneigenen Schäumerei und einer Klimakammer
1995
hielten die ersten Roboter zur Bestückung Einzug.
1996 – 1999
wurde zusätzlich der SÜ 742 (Süßwaren-/Snackautomat) ins Programm genommen. In diese Zeitspanne fällt auch der Bau von Halle-Nr. 11, die Errichtung der Verladeschleuse für den Versand, sowie die Entstehung eines Hochregallagers (Halle-Nr. 11): Die Gründungen der wichtigsten ausländischen Niederlassungen Frankreich und England fallen ebenfalls in diesen Zeitraum. Halle-Nr. 12 wurde noch 1999 errichtet, eine Erweiterung des Parkplatzes wurde geschaffen, die Außenanlagen befestigt und mehrere neue Anlagen in Betrieb genommen, angefangen von einer Erodieranlage bis hin zu einer Bolzenschweißmaschine und einem Schweißroboter. Alle diese baulichen Maßnahmen führten auch dazu, den 50. „Geburtstag“ nach der Neugründung des Unternehmens mit einem Großen „Tag der offenen Tür“ zu begleiten.
1997
errichtete man Halle-Nr. 9. Das goldene Zeitalter hielt an. Eine hochmoderne Pulverbeschichtungsanlage erleichterte das Lackieren der Automatenteile.
Durch eine Initiative der Fa. Reemtsma 1997-1999 wurden 60.000 SC-Automaten im Markt platziert. Dies hatte zur Folge, dass schnellstens Halle-Nr. 10 als Erweiterung gebaut werden musste. Bis 2009 sind über 250.000 dieser Automaten gebaut worden.
2000 – 2002
In diesen Jahren entschloss man sich zu einer weiteren Innovation bzw. Neukonstruktion. Ein Kombiautomat, der Flaschen und Süßes bzw. Snacks gleichzeitig anbieten konnte, erweiterte das Programm. Der FS 2000 war geboren. Im Zuge der Erweiterung des Portfolios wurde im Jahre 2001 Werkhalle-Nr. 13 erforderlich. Gefolgt vom Kauf eines weiteren Grundstückes und der Errichtung einer weiteren Werkstatt, einer Mehrzweckhalle und einem Werkstattanbau im Jahre 2002.
Die neueste Ausführung des zu dieser Zeit auf den Markt gebrachten FS 2000 läuft bis heute und nennt sich mittlerweile FS 2020 bzw. nur für Süßigkeiten oder Snacks SÜ 2020. Erweiterungen mit Spezialkühlungen für frische Lebensmittel oder gegen Vandalismus wurden in diesen Jahren ebenfalls geschaffen, z. B. LM, High-Security und vieles mehr.
2002 - 2004
entstanden die ersten Heißgetränkeautomaten (CIS 500), deren Programm 2004 um die Table-Top Automaten erweitert wurde. Frischen Kaffee anzubieten - auch aus frisch gemahlenen Bohnen - war das Ziel.
Hierzu erweiterte man 2003 sowohl das Betriebsgrundstück ein weiteres Mal und es entstand zusätzlich ein Reinraum in Halle 4, sowie im Jahre 2004 eine weitere Lagerhalle.
2004 bis heute
Neueste Entwicklungen im Bereich PIN–Loader zur Handy-Aufladung (PREPAID) bzw. Rücknahmeautomaten für große Discounter machen das Portfolio komplett. Die Anschaffung verschiedener neuer Maschinen, Trumatic Laser 3000, CNCKoordinaten- Schweißanlagen etc. runden das Bild einer modernen Fabrik ab.
Innerhalb kürzester Zeit entstanden durch die bundesweite Einführung des Pflichtpfandes, Rücknahmeautomaten für verschiedenste Bedürfnisse der jeweiligen Märkte. Geräte wie die i-open S, i-core 60, i-core 60 Duo, i-core 80 und i-core 30. Am 19.8.2004 wurde zur Unterstützung der Entwicklungsarbeiten der RVM-Produkte das Tochterunternehmen ISA GmbH & Co. KG in Ilmenau gegründet.
2007
gelang mit der Barista Uno, einem Kaffeeautomaten im Litfasssäulen-Design, die mit frischer Milch und ganzen Bohnen läuft, der Einstieg in die System-Gastronomie. Anlässlich einer Ausschreibung der Firma Tank & Rast, die mehrere hundert Tankstellen und Raststätten an den BAB in ganz Deutschland betreibt, wurde Sielaff Lieferant für mehrere hundert Automaten.
2008/2009
Entwicklung eines weiteren Rücknahmeautomaten, der i-core V 50 für den Vending-Bereich.
1. April 2009
Einstieg in das HoReCa Geschäft mit der Erweiterung des Produktportfolios mit der Neuentwicklung Piacere, einer Table-Top Maschine für den Bereich Hotel, Restaurant, Bäckerei und Office wird zur Inernorga erfolgreich eingeführt.
2011
Die i-core und i-compact erlebte einen Produktrelaunch. Die neue Leergutautomaten SiVario, SiCompact und SiOne wurden erstmalig auf der EuroShop vorgestellt.
Bau einer zusätzlichen Produktions- und Lagerhalle
11.11. - 13.11.2011
Feierlichkeiten anlässlich 125 Jahre Sielaff-Automatenbau sowie Einweihung der neuen Produktions- und Lagerhalle.
Dezember 2011
Der neue Combimat - einer für alles. Das Verkaufswunder auf kleinstem Raum ist ab sofort erhältlich!
2012
Die neue Piacere Touch begeistert mit elegantem Design, automatischem Bedienkomfort und einer leistungsstarken Technologie - bedarfsgerecht für jeden Standort. Das Display mit 7" Touchscreen erlaubt die intuitive Bedienung durch einfache Berührung.

- SiCompact

- Combimat























